Icon-Wissenswertes

Mit der Berner Bio-Offensive verfolgte der Regierungsrat des Kantons Bern das Ziel, regionale Bio-Produkte zu stärken. Unter dem kommunikativen Dach «Bern ist Bio» wurden Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Gastronomie zusammengebracht, um den Mehrwert von Berner Bio-Produkten vom Acker bis auf den Teller sichtbarer zu machen und langfristig im Markt zu verankern. Nach fünf Jahren wurde das Projekt nun mit einem Abschlussevent an der BFH‑HAFL in Zollikofen abgeschlossen – dort, wo die Geschäftsstelle von «Bern ist Bio» angesiedelt war.

An verschiedenen Posten wurden die zentralen Ergebnisse der Berner Bio-Offensive veranschaulicht – und die sind eindrücklich: Rund 300 Tonnen zusätzliche Berner Bio‑Rohware wurden in Wertschöpfungsketten integriert, über 650 Akteurinnen und Akteure konnten miteinander vernetzt werden und täglich entstehen rund 4400 Bio‑Mahlzeiten. Es wurde aufgezeigt, wie wichtig transdisziplinäre Zusammenarbeit und eine klare Markenführung für den Projekterfolg waren.

Das Netz ist geknüpft

Regierungsrat Christoph Ammann, Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektor des Kantons Bern, sagte zum Abschluss: «Wir haben gezeigt, dass mehr Berner Bio auf die Teller kommt, wenn die richtigen Leute zusammenarbeiten. Jetzt ist das Netzwerk geknüpft und kann auch ohne die aktive Unterstützung des Kantons weiter bestehen.»

Auch aus Sicht der BFH‑HAFL fällt der Rückblick positiv aus: «Freude bereiten die handfesten Ergebnisse, die einen wesentlichen Beitrag zu einer klaren Stärkung von Berner Bio-Produkten leisten», resümiert Lorenz Probst, Co-Projektleiter «Bern ist Bio» von der BFH-HAFL. «So wurden beispielsweise Lehrpersonen dazu befähigt, eigenständig Schulgärten aufzubauen. Zudem gab es ein Lernarrangement ‚Vom Korn zum Bio-Brot‘ sowie den Bio-Gipfel – ein innovatives Vernetzungstreffen der Bio-Branche.»

Das Team der Berner Bio-Offensive setzte sich aus Mitarbeitenden der Berner Fachhochschule, der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften BFH‑HAFL sowie des INFORAMA zusammen. Mit dem Abschluss der Bio-Offensive werden die aufgebauten Strukturen nun von Organisationen der Berner Bio-Szene weitergeführt und weiterentwickelt.

«Freude bereiten die handfesten Ergebnisse, die einen wesentlichen Beitrag zu einer klaren Stärkung von Berner Bio-Produkten leisten.»

Lorenz Probst, Co-Projektleiter «Bern ist Bio»

Wie weiter?

Für viele der im Rahmen der Berner Bio-Offensive entwickelten Angebote und Dienstleistungen wurden Anschlusslösungen erarbeitet. Die meisten davon werden beim INFORAMA angesiedelt, insbesondere die Ernährungs-, Veranstaltungs- und Bildungsangebote: Zum Beispiel die Beratung von (Gemeinschafts-)Gastronomiebetrieben bei der Integration lokaler Rohstoffe und die Weiterführung von Kochkursen für Küchenmitarbeitende in Zusammenarbeit mit Fourchette Verte. Ebenso bietet das INFORAMA Unterstützungsangebote für Betriebe entlang der Wertschöpfungskette mit Schwerpunkt auf Direktvermarktung und Produktlancierungen. Zudem wird das Veranstaltungsformat «Produzentenarena» in Zusammenarbeit mit Soil to Soul weitergeführt. Der «Bio-Gipfels» wird als nationales, jährlich stattfindendes Eventformat unter gemeinsamer Trägerschaft von INFORAMA und BFH-HAFL sowie gegebenenfalls weiteren interessierten Organisationen fortgesetzt.

Im Bereich Bildung führt das INFORAMA das stark nachgefragte Bildungsangebot «Holkurs Boden» fort. Zudem wird das Schulgarten-Angebot in Zusammenarbeit mit dem INFORAMA, Bauerngarten 2.0, PHBern Bildungsgarten und Schulgarten.ch weiterentwickelt und der Bildungsgarten auf dem Gelände der PHBern weitergeführt. Das Lehr- und Lernarrangement «Von Korn zum Bio-Brot» ist über den Schulverlag Plus sowie Bio Bern abrufbar und für Lehrpersonen frei zugänglich. Das Sensibilisierungsangebot «Wertschöpfungsketten erlebbar machen» wird als Freifach in der Berufsbildung in Zusammenarbeit mit der gibb Berufsfachschule Bern und potenziell weiteren Berufsfachschulen aufgenommen.

Die geschützte Text- und Bildmarke «Bern ist Bio» und die digitale Kommunikative werden zu einem grossen Teil von Bio Bern übernommen, Der Förderwettbewerb «InnoBio Bern» wird teilweise durch das kantonale Impulsprogramm Ernährung, Klima, Umwelt abgedeckt.

Damit bleiben zentrale, im Rahmen der Berner Bio-Offensive 2025 aufgebaute Leistungen in angepasster Form bestehen und in bestehenden Strukturen verankert.

Dieser Artikel wurde «Bern ist Bio» von der BFHL-HAFL zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Kommentar