
Der Bärner Bio-Märit ist mehr als «nur» ein Markt: Mit seinen Attraktionen für Gross und Klein, dem FoodTalk, Netzwerkanlass und den Aktivitäten der Marktfahrenden hat sich die Veranstaltung zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt.
Rund 30 Markt- und Essensstände luden zum Glusten, Probieren, Flanieren und Sein ein. Zur Auswahl stand ein vielfältiges Angebot: frisches Gemüse direkt vom Feld, Milchprodukte, Gebäck, Tee sowie Kunsthandwerk und Naturkosmetikprodukte. Ausserdem genossen die Märit-Gäste den ganzen Tag über an verschiedenen Foodtrucks und Essensständen allerlei Feines in Bio-Qualität sowie musikalische Unterhaltung von «Trio Bravo» mit Bärner Mundartklassikern.
Auch die jungen Märit-Gäste kamen nicht zu kurz. Auf sie wartete ein buntes Programm: Das Miniaturtheater «Blauer Kuckuck» liess Kinderaugen staunen, das Kreativ-Atelier lud zum fantasievollen Gestalten ein. Wer wollte, machte beim lehrreichen Postenlauf mit, presste eigenen Apfelsaft, genoss eine Fahrt auf dem Kinderkarussell, verweilte bei den Tieren im Streichelzoo oder trat auf dem Traktor-Parcours in die Pedale – es war für alle etwas dabei.
Das Tierwohl im Fokus
Das Marktthema «Artgerechte Tierhaltung» wurde beim Postenlauf, beim Eierfangspiel und im Streichelzoo mit den Tieren des Erlebnishofs Hatti erleb- und fassbar. Auch bot das Thema viel Gesprächspotential: Dr. Veronika Maurer, Co-Leiterin Gruppe Tiergesundheit FiBL Schweiz, die Tierärztin Dr. Danja Wiederkehr und Sibil Heule, Produzentin, Biohof Luggli, sprachen im etablierten Format «Bärner FoodTalk» über die Bedeutung des Tierwohls landwirtschaftlicher Nutztiere.
Diskutiert wurden unter anderem die Vorteile für Konsumentinnen und Konsumenten sowie Wege, wie sich die Haltungsbedingungen verbessern lassen. Bio Bern, «Bern ist Bio», die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften BFH-HAFL, das Ernährungsforum Bern und Crowd Container führten den Talk gemeinsam durch.
Fester Bestandteil von Bern
Ein besonderer Auftakt in den Nachmittag war das Grusswort der Berner Stadtpräsidentin Marieke Kruit. Sie betonte, dass Nachhaltigkeit Freude machen darf und dass es dafür das Zusammenspiel von Stadt und Land braucht. «Die Bernerinnen und Berner lieben ihre Märkte», sagte sie. «Viele decken sich Woche für Woche auf dem Wochenmarkt mit regionalen Köstlichkeiten ein.»
Das Grusswort bildete zugleich den Auftakt zum Bärner FoodTalk und Netzwerkanlass, wo sich rund 50 Persönlichkeiten aus der (Bio-)Landwirtschaft trafen.
Die Neukonzeption des Bio-Märits im Jahr 2024 und die in diesem Jahr weiter optimierten Massnahmen in Kommunikation und Erlebnischarakter – etwa mit Torbogen, Aktivitätenzelt, Besucherlenkung, mehr Grün und Verweiloasen – haben sich klar ausgezahlt: Noch mehr Besucherinnen und Besucher als im erfolgreichen Vorjahr fanden den Weg auf den Bundesplatz. Nach mehreren Jahren rückläufiger Zahlen gelang damit die Trendwende. Die Entwicklung soll weitergeführt werden.
«Bern ist Bio», Bio Bern und die «Berner Nachhaltigkeitstage» traten beim neunten Bärner Bio-Märit zum zweiten Mal in Partnerschaft auf. Die Zusammenarbeit rückt regionale Bio-Produkte ins Zentrum, bündelt Ressourcen und stärkt die Vernetzung. Die zweiwöchigen «Berner Nachhaltigkeitstage» schliessen direkt an den Bio-Märit an.
Der Bundesplatz hat sich dabei als zentraler Standort bewährt: Er bringt Bio-Liebhaberinnen und -Liebhaber, Familien, Laufkundschaft und Touristinnen zusammen.
Sicher ist: Die nächste Ausgabe kann kommen!
Bio Bern: Ein idealer Partner
Bio Bern ist die Dachorganisation der Bio-Landwirtschaft im Kanton Bern, mit rund 1400 Mitgliedern und über 30 Jahren Erfahrung. Der Verein initiiert Projekte zur Förderung des Biolandbaus, organisiert Anlässe für Produzierende und Konsumierende und macht Bio einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Als Interessenvertretung gegenüber Behörden, Verbänden und Handel gibt Bio Bern den Produzierenden eine Stimme – und ergänzt «Bern ist Bio» ideal.













